Michael Iber,

born in 1965 in Mannheim, Germany, lives in Berlin and Coburg.

originally a classical pianst (trained a.o. at the Royal Academy of Music in London), Michael Iber is interested in the process of musical interpretation in a broader sense, leading to a differentiated understanding of a piece of art and it’s authorship. In the course of time, his artistic focus has shifted from his traditional instrument towards electronic music and computer programming. He is a passionate supporter of the linux audio world and has been reflecting his musical and aesthetic views in numerous radio features and essays.

 

wurde 1965 in Mannheim geboren und lebt heute in Berlin und Coburg.

Er studierte Klavier an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe, der California State University und der Royal Academy of Music in London und war bis 2005 als Pianist tätig.
Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit elektronischer Musik und programmiert die meisten der dafür benötigten Werkzeuge selbst.
Ursprünglich „klassischer Interpret“ interessiert er sich inzwischen in einem erweiterten Sinne für Interpretationsformen, für ein verändertes Verständnis von Kunstwerk und Urheberschaft und die Bedeutung kultureller Referenzen im Rahmen künstlerischer Arbeit.
Er ist Autor zahlreicher Rundfunk-Features und arbeitet für den SWR in der Produktion der Donaueschinger Musiktage.
 

Projekte (Auswahl):
1984-2005 Solo- und Kammermusikauftritte als Pianist u.a. bei Tage für Neue Musik Karlsruhe. Schleswig-Holstein Musik Festival. ADEvantgarde Festival München. Ars Musica Festival Brüssel. Mantra-Festival Pescara. Klang-Aktionen München. Witold-Lutoslawski-Festival Stettin. Festival Musica Nova Santos & São Paulo. Sculptura Münster. Bodensee-Festival. Eclat Stuttgart.Uraufführungen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen und -mitschnitte u.a. bei SWR, RBB, DeutschlandRadio Berlin und Radio Bremen.

1995-98 Piano Inside-Out, ein Projekt, das sich mit besonderen Aspekten der Klaviergeschichte befasst, sei es durch die Verwendung neuer Spieltechniken, sei es durch theatralische Mittel. 1997 CD-Produktion mit dem Piano Inside-Out Trio (Höchste Punktzahl in allen Kategorien in der Zeitschrift FonoForum).

1996/97 Zusammenarbeit mit dem polnischen Multimediakünstler Miroslaw Rogala in Chicago für Divided we stand, ein Auftragsprojekt des Museum of Contemporary Arts Chicago.

2000/01 INTEGER (INTErnet GEnerated Radio) konzertante Installation, die eine Live-Radiosendung durch Zugriff über Internet manipuliert und eine neue Komposition „generiert“. In Zusammenarbeit mit dem Experimentalstudio für Akustische Kunst e.V. und SWR2.


2003 Live-Elektronik für Christian von Borries’ Psychogeographie II Wagnerkomplex mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder im entkernten Palast der Republik.
Psychogeographie IV Musik im Kopf (mit Christian von Borries) für Klavier, Sänger, Violine, Orchester und LiveElektronik im Konzerthaus Berlin. Programmierung der Musik im Kopf-Software, die es erlaubt, einen live vom Orchester gespielten Klang anzuhalten und im Raum stehen zu lassen.

2004 Zugzwang für eine Tänzerin (Canan Erek) und intelligentes Computersystem. Auftragswerk der 6-Tage-Oper Düsseldorf im Tanzhaus NRW, weitere Aufführungen 2005 in Stuttgart und Berlin.

2004-2007 Entwicklung der Software soundalike, die es erlaubt, beliebige Aufnahmen als Orchesterpartituren darzustellen.

2005 soundalikes, Live-Elektronik und Klangregie für das Ersatzstadt-Projekt der Volksbühne Berlin „Peepin’around corners“ von Christian von Borries und Ekkehard Ehlers mit dem RIAS-Jugendorchester.

2006 DER PLAN: soundalikes. Auftrag der Maerzmusik der Berliner Festspiele mit Christian von Borries und dem Brandenburgischen Staatsorchester. soundalikes, Live-Elektronik und Klangregie für Christian von Borries’ Tannhäuser am Deutschen Hof/Kabul im Rahmen des Kunstfestes Weimar.

2007 soundalikes und Klangregie für auf einmal und gleichzeitig –Musikalische Szenen zur Negation von Arbeit von Alice Creisher, Christian von Borries und Andreas Siekmann für die DOKUMENTA12.

Live-Elektronik, Software-Programmierung und Klangregie für Lulu oder Wozu braucht die Bourgeoisie die Verzweiflung  von Christian von Borries und Catherine Sullivan an der Volksbühne in Berlin.

2008 Z Phrase, 24-kanalige Klanginstallation. Gemeinsame Arbeit mit Angela Bulloch für die Ausstellung „The Space That Time Forgot“ im Kunstbau in München.

Z Phrase.12, Installation von Angela Bulloch und Michael Iber für das “X-Wohnungen”-Projekt des Hebbel-Theaters in Berlin.